Child pages
  • Wochenrückblicke einführen


Contents

Wirkungsbereich: global

Effektpotential: mittel

Umsetzungsaufwand: einfach

Themen-Indikatoren (groß): Anerkennung und Wertschätzung, Unterstützung durch Vorgesetzte, kollegiale Zusammenarbeit, Arbeitsklima

Themen-Indikatoren (klein): Arbeitsabläufe

Beschreibung: Wir neigen dazu von Arbeitsaufgabe zu Arbeitsaufgabe zu „hetzen“. Oft fühlt sich mit der Zeit damit alles nach dem berühmten "Hamsterrad" an. Dabei ist die bewusste Reflektion der Leistung gleich in mehrere Hinsichten wichtig:

-        Eine Reflektion der eigenen Leistung schafft ein Bewusstsein der eigenen Anerkennung. Je mehr wir unsere Leistung selbst anerkennen, um so weniger angewiesen sind wir auf das Lob unserer Kollegen und Vorgesetzten. Damit schaffen wir es mehr, Arbeiten nach der Notwendigkeit als nach dem Prestige zu priorisieren.

-        Je mehr die Kollegen sehen, was der Einzelne geleistet hat, umso größer wird das gegenseitige Verständnis. Damit wächst ein Team zusammen und steigert die eigene Performance. Je mehr alle merken, dass gemeinsam an den Zielen gearbeitet wird, umso motivierter wird der Einzelne.

-        Eine kurze Darstellung der Ergebnisse führt zur Wissensverteilung über das Team. So kann jeder später sich Hilfe bei dem Kollegen holen, von dem er so weiß, dass er mit bestimmten Thematiken beschäftigt war.

-        Durch die Darstellung der Ergebnisse kristallisiert sich ein gemeinsames Werteempfinden heraus. So kann das Team definieren, wie Prozesse aussehen, Ergebnisse dokumentiert werden und Ergebnisse weiterverwertet werden können.

-        Doppelte oder sinnlose Tätigkeiten fallen auf und können optimiert werden.

 Die Durchführung lässt sich am besten als Standup umsetzen. Dabei stehen alle Mitwirkenden im Kreis. Damit wird verhindert, dass es endlose Diskussionen gibt und sich alle Beteiligten auf das Wesentliche konzentrieren. Wenn es vorher gemeinsam festgelegt wird, kann auch der Einwurf „Detail“ vereinbart werden. Damit gibt man zu verstehen, dass eine Diskussion später bilateral gelöst werden sollte. Das sollte immer in einer respektvollen Weise erfolgen. Ansonsten ist darauf zu achten, dass man den aktuell Sprechenden nicht unterbricht. Geht der Wochenrückblick länger als 15 Minuten, ist entweder die Gruppe zu groß gewählt oder müssen die Gesprächsregeln nochmals überarbeitet werden. Der Wochenrückblick kann als Prozess verstanden werden, der wie jeder andere Prozess vom Team regelmäßig geprüft und optimiert werden sollte.

  • No labels

This page has no comments.