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  • Überarbeitung Controlling


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Wirkungsbereich: global

Effektpotential: hoch

Umsetzungsaufwand: hoch

Themen-Indikatoren (groß): Arbeitsautonomie, Arbeitsdruck, Anerkennung und Wertschätzung, 

Themen-Indikatoren (klein): Arbeitsklima, Arbeitszeit, Unterstützung durch Vorgesetzte

Beschreibung: Controlling dient Unternehmen dazu Kennzahlen zu erfassen, auf deren sich die richtigen Entscheidungen treffen lassen. So können Kennzahlen Missstände sichtbar machen und die Möglichkeit schaffen, frühzeitig mit geeigneten Maßnahmen zu steuern. Entsprechend verständlich ist es, dass das Management dazu neigt, viele Kennzahlen zu erfassen. Dabei entsteht oft das Gefühl des Kontrollierens von Mitarbeitern, was auf diese Art schnell Vertrauen zerstören kann.

Bitte prüfe folgende Maßnahmen:

  1. Prüfe die wahre Notwendigkeit der erfassten Zahlen. Das Controlling gehört regelmäßig geprüft, denn jede erfasste Kennzahl hat auch mehrere Auswirkungen auf das Unternehmen:
    1. Jede Kennzahl benötigt Zeit und Ressourcen bei der Erfassung und Analyse.
    2. Jede Kennzahl kann das Gefühl von Kontrolle bei den Mitarbeitern steigern.
    3. Jede Kennzahl beleuchtet nur eine Sicht auf das Unternehmen. Oft entsteht der falsche Trugschluss, dass aus der Kombination mehrerer Kennzahlen ein vollständiger Blick auf das Unternehmen entsteht. Dies wird das Management aber nur vom Unternehmen abtrennen. Kennzahlen können nur eine neutrale Ergänzung zu den Kommunikationspfaden zu deinen Mitarbeitern und Kunden sein.
    4. Jede Kennzahl hat nur einen sehr engen Interpretationsspielraum. Oft werden Kennzahlen herangezogen, um Ursachen zu identifizieren. Das kann aber nur bedingt funktionieren; z. B. kann die Verminderung einer Produktionsstückzahl viele verschiedene Ursachen haben und bedarf einer genauen Analyse vor Ort.
  2. Prüfe die Transparenz. Controlling führt immer zu dem Gefühl von Misstrauen. Sprich daher mit deinen Mitarbeitern über die Kennzahlen, denn nur mit Transparenz kannst du diesem Gefühl entgegenwirken. Erkläre dabei, wie ihr die Kennzahlen erfasst, warum ihr das tut, was ihr euch davon erhofft und was ihr versucht daran auszulesen. Angenehmer Nebeneffekt: Die Mitarbeiter werden dir in der Diskussion schnell aufzeigen, wo dabei überall kleine Denkfehler und Fehlinterpretationen vorhanden sind. Denn sie kennen alle Einflussfaktoren auf die Kennzahlen.
  3. Prüfe die Zugänglichkeit der Kennzahlen. Kennzahlen dürfen auf keinen Fall ein Machtinstrument werden. Wenn Mitarbeiter die Relevanz der Zahlen verstehen, werden sie diese auch selber prüfen wollen. Damit können sich Systeme auch selbst regulieren. Traue deinen Mitarbeitern zu, dass sie dazu in der Lage sind.
  4. Prüfe, ob es keinen adäquaten oder besseren Ersatz gibt. Oft können dieselben Ursachen schneller und einfacher erkannt werden über den direkten Kontakt mit den Mitarbeitern. Der Mensch ist noch immer die komplexeste Sensorik, die wir haben.


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