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  • Überstunden-/Zeitkonten einführen


Contents

Wirkungsbereich: global

Effektpotential: mittel

Umsetzungsaufwand: mittel/groß

Themen-Indikatoren (groß): Arbeistzeit, Arbeistdruck, Balance von Berufs- und Privatleben

Themen-Indikatoren (klein): emotionale Inanspruchname

Beschreibung: Die Glücksforschung hat in vielen Studien belegt, dass ein Hauptfaktor für das Wohlbefinden die Möglichkeit der freien Zeiteinteilung ist. Auf der anderen Seite belegen Studien zur Krankheitsprävention die Wichtigkeit von Ausgleichzeiten, wenn es belastende Phasen gibt. Vertrauensarbeitszeit funktioniert dagegen nur in sehr offenen Unternehmenskulturen, da sonst die Angst der falschen Einschätzung der Kollegen zu einer unfreiwilligen und belastenden Mehrarbeit führt. Es sind dabei unterschiedliche Arten von Überstunden- und Zeitkonten zu unterscheiden:

Vollautomatische Zeiterfassungssysteme: Sie erfassen die Zeit voll automatisch. Es gibt viele Systeme am Markt, diese unterscheiden sich im Aufwand der Einführung, Wartung und des Preises. Mitarbeiter nehmen diese Systeme gerne als Controllingmaßnahme und nicht als Schutz vor eigenen Überstunden wahr. Hier ist eine offene Kommunikation über die Beweggründe wichtig. Dies muss auch regelmäßig wiederholt werden, um zu vermeiden, dass neue Arbeitskräfte die Motivation mißverstehen oder die Motivation mit der Zeit vergessen/verdrängt wird.

Teilautomatische Zeiterfassung: Hier kann ein einfaches Excelfile, das monatlich vom Mitarbeiter selbst gepflegt wird schon ausreichen. Am Monatsende werden die Zeiten vom Vorgesetzten bestätigt. Da die eigentliche Zeiterfassung durch den Mitarbeiter selbst erfolgt, wird Vertrauen aufgebaut. Hier gilt aber auch zu beachten, dass gemeinsam erarbeit werden muss, wie die Zeiten zu pflegen sind, um Missverständnisse untereinander zu vermeiden: Wie genau soll erfasst werden? In welche Richtung und wie wird gerundet? Wann müssen die Zeiten erfasst werden (stetig, täglich, wöchentlich)? Wie sind Pausen, Urlaubs- oder Kranktage zu erfassen? etc. ...


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